RATGEBER ZUR AUSWAHL

Das richtige Holz
erkennt man.

Farbe, Maserung, Zeichnung, Stärke und Verwendungszweck: Ein Furnier auszuwählen bedeutet, die Identität des Materials mit der des Projekts in Einklang zu bringen.

Mit einem Muster beginnen ↗
01

FARBTON UND LICHT

Beginnen Sie mit der Atmosphäre,
nicht mit dem Namen.

Hell, mittel oder dunkel ist nur die erste Ebene. Dieselbe Holzart verändert sich durch Oberfläche, Licht, Oxidation und Materialkombinationen.

Helle Holzarten lassen Räume optisch größer wirken und harmonieren mit lichtreichen Innenräumen. Mittlere Töne bringen Wärme und Ausgewogenheit. Dunkle Furniere schaffen Tiefe, Kontrast und eine prägnante Präsenz.

Beurteilen Sie das Muster immer im tatsächlichen Licht des Projekts und neben den vorgesehenen Materialien. Ein Foto hilft bei der Orientierung, kann aber Unterschiede, Reflexe und Tiefe von Naturholz nicht wiedergeben.

Die Bilder dienen als Orientierung: Der endgültige Farbton wird immer am Muster und an der tatsächlichen Charge geprüft.

Gebogenes helles Furnierblatt, seitlich beleuchtet vor dunklem Hintergrund
ECHTES MATERIAL · LICHT

Auf dem echten Blatt verändert Licht nicht nur die Farbe: Es zeigt Faser, Tiefe und Reflexe, die eine Farbskala lediglich andeuten kann.

02 · MASERUNG UND ZEICHNUNG

Der Schnitt verändert,
wie wir Holz lesen.

Es gibt keine grundsätzlich beste Zeichnung. Entscheidend ist jene, die dem Projekt den richtigen Rhythmus gibt und auf der gewünschten Fläche kontinuierlich ausgewählt werden kann.

Illustrative Aufnahme eines Naturholzfurniers mit streifiger Zeichnung
Richtung
01

Streifig

Eine lineare, regelmäßige Maserung für geordnete Flächen, große Wandfelder und zeitgemäße Kompositionen.

Illustrative Aufnahme eines Naturholzfurniers mit blumiger Zeichnung
Bewegung
02

Blumig

Eine offene, dynamische Zeichnung mit typischen kathedralenartigen Bögen, die den natürlichen Ausdruck des Stamms zeigt.

Illustrative Aufnahme eines Naturholzfurniers mit sichtbaren Ästen
Charakter
03

Astig

Äste und Unterschiede werden Teil der Gestaltung—für ein authentisches, lebendiges und bewusst unregelmäßiges Ergebnis.

Illustrative Aufnahme eines Naturholzfurniers aus einer Maserknolle
Seltenheit
04

Maserknolle

Eine dichte, tiefe und kostbare Zeichnung für dekorative Akzente, exklusive Details und Flächen mit starkem Charakter.

Nahaufnahme eines Furnierblatts im Streiflicht
BETRACHTUNG · AM ORIGINAL

Wird das Blatt gedreht und die Lichtrichtung verändert, treten Richtung, Rhythmus und Relief der Maserung hervor.

03

STÄRKE

Von 0,6 bis 4 mm.
Das Material gewinnt Substanz.

Die Stärke hängt von Träger, Verarbeitung, Biegeradius, Oberfläche und gewünschter Wirkung ab. Diese Stärken führen wir üblicherweise.

0,6 mm6/10

Vielseitig

Die häufigste Wahl für Platten, Möbel, Türen und Verkleidungen, wenn Leichtigkeit und Flexibilität gefragt sind.

1,0 mm10/10

Substanziell

Mehr Materialwirkung und Bearbeitungsreserve für Projekte, die eine robuste Oberfläche erfordern.

2,0 mm20/10

Haptisch

Eine markante Stärke für besondere Verarbeitungen, Details und Anwendungen mit vollerer Wirkung.

3,0 mm30/10

Strukturell

Die kräftigste Lösung im üblichen Sortiment, gemeinsam nach Holzart und Anwendung zu beurteilen.

4,0 mm40/10

Ausgeprägt

Noch stärkere Materialpräsenz für spezielle Verarbeitungen, stets im Hinblick auf Holzart, Format und Projekt zu prüfen.

Technischer Hinweis Nicht jede Holzart ist in jeder Stärke oder Abmessung verfügbar. Vor der Bestätigung prüfen wir Machbarkeit und Format am ausgewählten Material.

04 · ANWENDUNG

Der Einsatzort
bestimmt die Auswahl.

01

Möbel

Fronten, Tische, Korpusse und Maßmöbel erfordern ein Gleichgewicht aus Zeichnung, Kontinuität und Beständigkeit der Oberfläche.

02

Wände & Türen

Auf großen Flächen werden Blattfolge, Maserrichtung und farbliche Kontinuität entscheidend.

03

Objektbereich

Wiederholbarkeit, Verfügbarkeit und Chargenverwaltung sollten früh festgelegt werden—besonders bei komplexen oder standortübergreifenden Projekten.

04

Details

Maserknollen, bewegte Zeichnungen und seltene Holzarten können kleine Elemente zu Blickpunkten machen.

05

Gebogene Flächen

Radius, Träger und Verarbeitungstechnik bestimmen die passende Furnierart und -stärke.

06

Materialkombinationen

Stein, Metall, Textil und Farbe verändern die Wahrnehmung des Holzes; der physische Vergleich verhindert Überraschungen.

05

DER PROZESS

Fünf Schritte.
Eine bewusste Entscheidung.

Katalogisierungsschild neben Furnierpaketen im Lager
LAGER · KATALOGISIERUNG

Holzart, Stärke, Zeichnung und Charge: Das Material verständlich zu machen, gehört zur Auswahl.

  1. 01

    Beschreiben Sie das Projekt

    Anwendung, Menge, Maße, gewünschter Farbton, Zeitplan und visuelle Referenzen geben uns den nötigen Kontext.

  2. 02

    Alternativen erkunden

    Wir bestimmen passende Holzarten und Zeichnungen und beziehen ähnliche Optionen ein, wenn sie Verfügbarkeit oder Ergebnis verbessern.

  3. 03

    Muster vergleichen

    Betrachten Sie das Material im tatsächlichen Licht und neben den realen Oberflächen. Das Muster ist der Anfang, nicht die gesamte natürliche Bandbreite.

  4. 04

    Technik prüfen

    Wir kontrollieren Stärke, Abmessungen, Menge, Träger und die erforderliche Kontinuität des Materials.

  5. 05

    Charge auswählen

    Ist die Richtung bestätigt, bereiten wir das Material mit der für die endgültige Komposition nötigen Sorgfalt vor.

VOR IHRER ANFRAGE

Das ideale Briefing.

Auch unvollständige Angaben sind willkommen. Wenn vorhanden, helfen uns diese Informationen, genauer zu antworten.

  • ✓Anwendung und Trägermaterial
  • ✓Ungefähre Fläche oder Menge
  • ✓Erforderliche Mindestmaße
  • ✓Bevorzugter Farbton und Zeichnung
  • ✓Stärke, falls bereits festgelegt
  • ✓Zeitplan des Projekts
  • ✓Bilder, Zeichnungen oder Referenzen
SEHEN · BERÜHREN · VERGLEICHEN

Die Auswahl geht
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